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Mittwoch, 8. August 2012
Sein IIa
Was meine Person betrifft, so lässt sich immernoch eine gewisse "maschinelle" Ich-Schwäche beobachten. Z.B. an dem Phänomen, dass ich, wenn ich einen fremden Text mit einem Schreib- oder Wortfehler lese, ich mir nur sehr zögerlich erlaube, einzugreifen und mit meiner Entscheidungsgewalt die notwendige Korrektur vorzunehmen. Ich erreiche dabei in der Regel nicht das gleiche Sicherheitsgefühl bezüglich meiner Interpretation, wie wenn ich einen klar fehlerfreien Text lese, und dies gilt eben auch dann noch, wenn ich bei bestem Willen eigentlich keine Interpretations- bzw. Korrekturalternative weiß.

Natürlich könnte man mir das auch als Stärke oder Tugend auslegen, als eine Form der Zurückhaltung und des Nicht-(Vorschnellen-)Urteilens, doch sehe ich es eigentlich mehr negativ als positiv.

Vielleicht könnte man das Phänomen letztlich auch einfach als normal abtun, weil der fertig geschriebene Text, und auch das gedruckte Wort in seiner exakten Präsentation, eine natürliche, zusätzliche Überzeugungskraft enthält, die dann wieder unterlaufen wird, wenn der Text einen "Schönheitsfehler" enthält...

(Ich bin so oder so der Meinung, dass solche "sekundären Parameter" einen viel größeren Einfluss auf unser Leben haben, als wir es normalerweise registrieren.)



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"Sekundäre Parameter" ...
... sind halt zuweilen wichtiger als primäre. Wäre dem nicht so, dann würden ja auch gerade mündliche Formen des Austausches endgültig "verkümmern"; dann müsste man ja auch jemandem, der uns etwas anregend Neues, also unser Interesse oder unser Einfühlungsvermögen Weckendes in seiner - ihm eigenen - gesprochenen Sprache mitteilt, rein der Form halber eine Abfuhr erteilen.

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jain...
für "müssten" jemandem eben keine Abfuhr erteilen, wenn er andere, einem selbst ungewohnte Ausdrucksformen nutzt. Wenn uns sekundäre Parameter nicht beeinflussen würden, würden wir uns nur "rein sachlich" auf den Inhalt konzentrieren.
Aber diese "s.P." hängen eben mit dran, und sind nicht hart vom "eigentlichen" Inhalt zu trennen. Und wie Du schon sagst, sind sie manchmal sogar die wichtigere Seite der Botschaft. (siehe auch: "Konnotation")

Wer damit gut spielen kann, kann erfolgreicher Werbe- und Marketingexperte werden, z.B. einer Zigarettenmarke zum Erfolg verhelfen, indem er eine Cowboy- und Abenteuerwelt hinterlegt – oder auch schon deswegen, weil er sich für die kraftvolle Farbe rot auf der Packung entscheidet –, oder man kann die Chancen eines Präsidentschaftskandidaten in den USA beachtlich steigern. Irgendwie sind mir die Amerikaner in dieser Hinsicht sogar sympathisch; ich sehe da eine gewisse Portion psychologische Grundweisheit.

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