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Donnerstag, 10. November 2016
Sein IVa
Zu Trumps Wahlsieg...
Ich sehe ihn vor allem als Chance zu einer Komödie. Zwei Pointen sind jetzt möglicherweise vom Weltgeist in Vorbereitung:
1. Er versagt jetzt kläglich, so schnell wie noch niemand vor ihm.
2. Er wird wider Erwarten ein guter Präsident, der mehr gute Wirkungen erzielt als schlechte.

Die 2. Pointe wäre mir lieber, weil diese auch das Schauspiel beinhalten würde, dass Intellektuelle auf aller Welt in arge Erklärungsnot geraten.



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Mittwoch, 14. September 2016
Sein III
Frau Petry von der AfD möchte das Wort "völkisch" nicht notwendigerweise negativ belegen
– natürlich haben da viele was dagegen...

http://www.zeit.de/kultur/2016-09/frauke-petry-afd-voelkisch-volk-begriff-geschichte

Mir fallen dazu zwei Dinge ein.

Erstens, ein Dialog unter Kindern beim Spielen und, zweitens, Jesus Christus:

1)

"Baaam! Ich hab Dich in die Schulter getroffen! Du kannst jetzt Deinen rechten Arm nicht mehr bewegen!"
"Stimmt gar nicht, die Kugel hat mich nur an der Schulter gestreift! Ich blute nur ein bißchen, ich kann aber trotzdem noch schießen!"
"Nein, kannst Du nicht! Ich habe explosive Kugeln, Deine ganze Schulter ist weg!"
"Das war aber ein Blindgänger! Der ist nicht explodiert!"
"Ich habe 2 Mal geschossen! Und die zweite Kugel hat Dich nicht nur gestreift!"
"Na und? Ich habe eine schusssichere Weste!"
"Die deckt aber die Schulter nicht ab!"
"Doch! Ich habe eine Spezialanfertigung!"
usw.

Für mich ist das ungefähr das Tun der Erwachsenen, wenn sie sich darüber streiten, ob man ein Wort – hier: "völkisch" – so oder so belegen sollte / darf / muss / kann ... Es ist ein Kräftemessen auf dem Feld von Erfindungen und Oberflächenlogik. Allerdings scheiden die Erwachsenen in meinen Augen dabei sehr viel schlechter als die Kinder ab. Denn sie spielen nicht mehr so frei. Sie wurden vom Ernst des Lebens in Beschlag genommen und sind krampfig und verbissen geworden. Die Verbissenheit verdrängt sogar das Bewusstsein von den Grundregeln, die dem Spiel zugrunde liegen, und dass es im Geiste eigentlich keine anderen Beschränkungen gibt als die, die man sich selbst auferlegt. Man produziert also jede Menge Argumente für seine Position und ist dabei in der Tat der Meinung, dass es überhaupt gar keine andere Möglichkeit des Denkens gibt. Es liegt irgendwie ein ekelhafter Touch von "Ich habe Recht" in der Luft. Das Kräftemessen ist arroganter und verblendeter geworden.
Diese Rolle wird in den meisten Fällen von "linker" Seite ausgefüllt.


2)

Matthäus 15,21
http://www.bibleserver.com/text/EU/Matth%C3%A4us15,21
Von dort zog sich Jesus in das Gebiet von Tyrus und Sidon zurück.
Da kam eine kanaanäische Frau aus jener Gegend zu ihm und rief: Hab Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter wird von einem Dämon gequält.
Jesus aber gab ihr keine Antwort. Da traten seine Jünger zu ihm und baten: Befrei sie (von ihrer Sorge), denn sie schreit hinter uns her.
Er antwortete: Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt.
Doch die Frau kam, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, hilf mir!
Er erwiderte: Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen.
Da entgegnete sie: Ja, du hast recht, Herr! Aber selbst die Hunde bekommen von den Brotresten, die vom Tisch ihrer Herren fallen.
Darauf antwortete ihr Jesus: Frau, dein Glaube ist groß. Was du willst, soll geschehen. Und von dieser Stunde an war ihre Tochter geheilt.

Kommt mir irgendwie völkisch vor. Nach heutigen Maßstäben würde man da sogar von Rassimus reden. Er vergleicht die fremde Volksgruppe sogar mit "Hunden"...



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Donnerstag, 18. August 2016
Sein IIIa
Kommentar zur Flüchtlingsproblematik:
Die wesentliche Grenze ist die Begrenztheit der menschlichen Liebe (und nicht die zwischen Nationen). Jeder, der sich eine Kinokarte für 10 € kauft, anstatt denselben Betrag an seine hungernden Schwestern und Brüder in der Welt zu schicken, muss sich diese Vorhaltung machen lassen.

Aber wir haben uns kollektiv und kollektiv selbst beruhigend eine Blindheit in diesen Dingen anerzogen, die "normal" und sozial akzeptiert ist.

Von dieser Blindheit gibt es nun manchmal Aussetzer. Allerdings nicht so sehr aus Liebe, sondern überwiegend aus moralischer Konditionierung. Dabei scheint die menschliche Psyche zu einem Großteil primitiven und zufällligen Mechanismen ausgesetzt zu sein. Z.B. spielt auch Geltungssucht eine Rolle. Der moralische Hype ist fast so irrational wie eine Panikattacke. Eine neue Gedankenmode greift wie ein Flächenbrand um sich und plötzlich ist es für uns nicht mehr akzeptabel, dass es Menschen an anderen Ecken der Welt hundselend geht. Es scheint auch so etwas wie ein "Gesetz der Nähe" zu gelten: Wer im Mittelmeer ertrinkt, der schafft es in die Nachrichten, wer in der Sahara verdurstet – für viele nur eine frühere Zwischenstation auf dem Weg nach Europa – der schafft es derzeit nicht in die Nachrichten.
Mit gutem Willen kann man hier vielleicht noch eine gewisse Logik hinein interpretieren. Der Mensch aussoziiert mit "Nähe" "Zuständigkeit" und so ist es irgendwie "logisch", dass er sich um die eine Gruppe von Menschen mehr kümmert. – Andererseits widerspricht es aber der Logik und Absolutheit von Menschenrechten sich hier mit Zuständigkeiten aufzuhalten. Mir persönlich ist das verhungernde Kind in Indien jedenfalls genauso nahe wie das ertrinkende Kind im Mittelmeer. Übrigens sterben jedes Jahr weltweit 1,5 Millionen Kinder (0-5) an vermeidbaren Ursachen.

Ich denke, wir sollten den Mut haben, unsere Moral bzw. Amoral etwas nüchterner und kaltblütiger zu verwalten. An absoluten Maßstäben gemessen (Jesus: "Ihr sollt vollkommen sein.") sind wir so oder so tief im Minus. Die Aussetzer von unserer Blindheit (die eigentlich ja positiv sind) sollten etwas ruhiger ablaufen. Wir sollten uns die Freiheit geben, uns langsam und kontrolliert zu steigern. In einem Tempo, das uns gesamt-gesellschaftlich nicht überfordert. Vor allem sollten wir unsere hektischen, hypermoralischen Gedankenmoden mäßigen. Sie scheinen mir ziemlich unnütz, denn wirklich glaubhaft können sie angesicht unseres Gesamtverhaltens ja auch nicht sein.

Aber der Mensch hatte schon immer ein Problem mit der Moral. Nicht nur, insofern er immer wieder mal "unmoralisch" ist, sondern weil er sich durch sie in Panik versetzen lässt. Ein Indiz dafür ist, dass er sich sehr schwer damit tut, zwischen dem Plus- und dem Minus-Pol in der Moral auch noch das Null-NIveau zu sehen. Gibt es das überhaupt? Eine Unschuld zwischen gut und böse? Es wird immer nur Schwarz oder Weiß gezeichnet. Religionen haben an dieser Entwicklung natürlich beträchtlichen Anteil gehabt. Die Gefahr der Überforderung ist den meisten von ihnen eigen.



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Donnerstag, 16. Juli 2015
misc
Spende für die Kirche des FSM:
https://www.betterplace.org/de/projects/31475-weltanschauliche-gleichberechtigung-nicht-nur-fur-pastafari

Ich habs getan und ich hoffe, es finden sich noch ein paar mehr...



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