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Sonntag, 8. Juli 2012
Sein IIa
These: Es braucht einen Kraft- und Freudeüberschuss, um in dieser
Welt normal zu funktionieren.

Folgerung 1: Es ist normal, eine "Depression" zu haben.
(Die Abwesenheit eines Überschusses kann nicht als Krankheit deklariert werden.)

Folgerung 2: Es ist normal, einen Kraft- und Freudeüberschuss zu haben.
(Denn der liebe Gott geizt nicht. Man darf von einem Überschuss als Standard ausgehen. Der Körper ist darauf ausgelegt, diese Überschüsse zu produzieren.)

Beide Sichtweisen versetzen mich ein wenig in Entzücken. Beide halte ich für wahr. Die Ausgangsthese lässt offensichtlich keinen Platz mehr für einen Nullpunkt in der Mitte. Es gibt zwei Wege und jeder hat seine Gültigkeit, es gibt aber keinen Mittelweg. Nur künstlich kann man sich einen Mittelweg konstruieren, indem man versucht, einen Schwellwert für Kraft und Freude zu lokalisieren, bei dem man unentschieden ist, ob sich das Leben noch lohnt oder nicht.

...

Natürlich kann man das alles noch komplizierter machen. Rede man dazu nicht nur von "Freude" und "Energie" sondern von unterschiedlichen Energiearten. Manch eine Künstler- und Denkernatur hat z.B. das Problem, dass sie durchaus einen Überschuss an Energie und Freude in sich trägt – manchmal sogar in einem sehr intensiven Maße –, dass diese Energie und Freude aber nicht die ist, die man für das praktische Leben braucht.



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