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Freitag, 26. Dezember 2008
Sein IIa
"Nur in Märchen gibt es Aufgaben?"

Was für einen großen Einfluss dieser Glaube auf das Selbst-Verständnis und das allgemeine Seinsgefühl hat...

Stelle man sich doch nur einmal vor, man hat wirklich, ganz sicher, eine wichtige Aufgabe. Dies steht völlig außer Frage, und es geht vorerst nur darum, sich diese bewusst zu machen. Und wenn man auch Jahre noch ohne ihre genaue Kenntnis auskommen muss - es greift nicht im Mindesten diesen Glauben an. Dies ist garantiert: Man hat eine Aufgabe. Es ist sogar so, dass man ein Recht darauf hat. Ohne Aufgabe zu leben, ist eine Zumutung. So wie wir ein Recht auf Luft zum atmen haben, haben wir auch ein Recht auf eine Aufgabe...

Wie fühlt sich dieses Gefühl an?

Wird die Aufgabe vielleicht genau deswegen auch wirklich kommen - bzw. sich offenbaren - weil wir daran glauben, dass es sie geben muss? Weil wir ohne jeden Zweifel daran glauben, dass es sie gibt?
So wie auch die Vorstufe zu einer Erkenntnis aus Glaube an eine Lösung und Glaube an die eigene Erkenntniskraft besteht, ist der Weg zum Finden seiner Aufgabe, zuerst einmal daran zu glauben?
Man muss aber schon tief berührt von seiner Aufgabe sein. Sich hier nur mit Gewalt davon zu überzeugen, ist dann doch wieder ein ganz fundamentaler Holzweg...

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"Es gibt ein Ziel." - wie weit (und in welcher Weise genau) will ich für diesen Glauben in die Welt gehen?

Muss man für ihn "in die Welt gehen"?

Oder dann doch lieber sich auf den Standpunkt stellen, dass es eben keine Aufgaben und Ziele gibt? Es geht wirklich nur darum zu "leben", ja zu "sein" ist schon völlig ausreichend?

Daran glauben, dass das ganz normale Leben bereits eine große, bedeutungsschwere Aufgabe ist?

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Ist das Suchen nach "Bedeutungsschwere" vielleicht ein totaler Wahnsinn?

"Da ist lediglich das Sein und die Energie in ihm. Und das reicht schon und ist wunderschön. Aufgaben gibt es höchstens praktische in der Welt, aber keine bedeutungsschweren. Und für das Göttliche kann man gar nicht so viel tun."

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Für uns alle gilt: Es geht darum, die transzendente Ebene in die Welt zu heben. Von ihr zu künden, an sie zu glauben, sich selbst zum Zeichen dieser Ebene zu machen.
(?)

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An der Frage nach einer Aufgabe im Leben scheiden sich die Geister und die Ideologien. Der Unterschied zwischen Weltzugewandtheit und Weltabgewandtheit hat hier ein interessantes Kriterium.

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Das Leben hat nicht die "Absolutheit", die das Denken naturgemäß hat und außerhalb von sich bestätigt sucht.

Oder hat es doch diese "Absolutheit"? (nur in Todesnähe?)

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Ist man von Zeichen abhängig, um in Kenntnis seiner Aufgabe zu gelangen?
(Ich habe meine Zeichen ja eigentlich schon zur Genüge bekommen... oder nicht?)

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Ist es nicht einfach auch mein Schreiben?
Ich werde mehr und mehr gewahr, dass dies direkt wirkende "Politik" ist.
("Es gibt keine größere Herausforderung als den gesunden Menschenverstand mehr und mehr zu befreien.")

Ja, eigentlich erfüllt nur die Vorstellung vom Schreiben als meine Aufgabe mich auch von selbst mit einer genügenden Überzeugung. Dafür brauche ich kaum Zeichen.

Oder?

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Ich glaube, es war kein Zufall, dass mir C. viele Alternativen zeigte, bei denen es sehr leicht vorstellbar war, dass ich dort hätte Unterschlupf finden können: T.'s Eltern ... Herr E. in Radolfzell... die Wohnung im Grunewald...

Aber was soll's - das Jetzt ist entscheidend. Ich muss mich auf die gegenwärtigen Möglichkeiten konzentrieren.

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